Bahn frei für den Landschaftspflegeverband

Aus einer sehr kurzen Sitzung der Gemeindevertretung:

Die Gemeindevertretung eröffnet mit guten Zahlen: 5500 Menschen waren 32000 mal im Fritz-Becker-Bad. Bei schönem Wetter soll die Saison bis zum 27. September verlängert werden und so den Menschen ein Stück Normalität in Corona-Zeiten ermöglichen.

Dafür hat das Landesamt leider den Antrag auf eine Luftmess-Station an den Verkehrshotspots in Trebur (Ecke an der Bäckerei Abels) und Geinsheim (Altes Rathaus) abgelehnt. Eine Überschreitung der Grenzwerte sei nicht zu erwarten. Trebur stehe nun aber auf der Warteliste für mobile Messungen. Unklar ist jedoch, wann eine solche mobile Messung durchgeführt werden könne.

Ein großes Anliegen der GLT der Beitritt der Gemeinde Trebur zum neuen Landschaftspflegeverband fand dafür Anklang. Nach dem „Go“ im Ausschuss stimmte auch die Gemeindevertrteung dem Beitritt zu. Auf der Facebook-Seite der GLT haben wir ein Info-Video zum Landschaftspflegeverband zur Verfügung gestellt.

Nachruf

Wir haben mit Trauer vom Tod unserer Mitstreiterin Christine Ertel erfahren. Christine ist Anfang dieser Woche verstorben.

Sie war lange Zeit für die Grüne Liste kommunalpolitisch aktiv und hat sich auch außerhalb der Politik ehrenamtlich engagiert, zuletzt als Vorstandsmitglied der Lucy-Weinert-Stiftung.

Wir möchten an dieser Stelle unsere aufrichtige Anteilnahme an Familie und Freunde aussprechen.

Beitritt zur Forstbetriebsgemeinschaft Rhein-Main

Es ist geschafft: Unserem Antrag vom 25. Januar 2018 (!) wurde nun äußerst kanpp (11:10) am Freitag zugestimmt. Nachdem die FBG ihr Konzept, ihre Kosten und Erträge sowie ihre Partner vorgestellt hat, konnte man sich zu einem Wechsel durchringen.

Die Gemeinde Trebur kündigt also den Vertrag mit HessenForst zum 31.12.2021 und tritt der Forstbetriebsgemeinschaft Rhein-Main (FBG) bei. Die wesentlichen Ziele der FBG passen sehr gut in die heutige Zeit: Der Wald soll nachhaltig und ökologisch bewirtschaftet werden. Erträge werden nicht durch Holzverkauf, sondern in Form von Ökopunkten generiert. Das ist ein großer Schritt, denn die Gemeinde Trebur verfügt über große Waldflächen.

In Zeiten von Klimawandel und Erderwärmung ist dies ein Zeichen des Umdenkens, weg von finanziellen Interessen hin zu naturnahen Maßnahmen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der FBG!

Weitere Informationen zur FBG: https://www.fbg-rhein-main.de/

Hier nochmal unser Antrag aus dem Januar 2018.

Neue Gepflogenheiten im Parlament?

Sind Pöbeleien ab jetzt an der Tagesordnung? Diese Frage müssen wir uns nach der letzten Gemeindevertretersitzung Anfang September leider stellen. In einem Redebeitrag zu einem Antrag mit dem Thema IKZ Musikschule werde ich aus den Reihen der CDU lauthals mit dem Satz „Hast du etwas getrunken?“ unterbrochen. Reaktion des Vorsitzenden der Gemeindevertretung? Fehlanzeige!

In einer persönlichen Erklärung nach Beendigung der Tagesordnung am Schluss der Sitzung frage ich  nach, ob das die neuen Umgangsformen in der Gemeindevertretung seien. Ich fühle mich persönlich angegriffen und beleidigt und sage das auch klar. So kann und darf es nicht weitergehen. Auch Frage ich mich: „Hat das System?“ Denn direkt vor meine Redebeitrag wurde schon FDP-Fraktionsmitglied Marcella Dehler von genau derselben Person unterbrochen.

Jetzt kann man natürlich sagen. Was hat sie sich denn so? Da kann Frau doch drüber stehen. Oder auch: „Meine Güte, dann soll ich die Person doch entschuldigen und Schwamm drüber.“ Ich stehe da auch drüber und eine Entschuldigung hätte mir auch genügt. Was ich allerdings im Anschluss an diese öffentliche Sitzung im persönlichen Gespräch bekam, war nicht etwa eine Entschuldigung, sondern eine Drohung: „Wehe, wenn du das öffentlich machst, …“. Die Sitzung ist jetzt drei Wochen her, die Drohung steht im Raum, eine Entschuldigung gab es nicht. Der Vorsitzende zitiert lieber die HGO und will persönliche Erklärungen nur noch auf schriftlichen Antrag vor der Sitzung erlauben. Das ist ganz klar gegen unsere Geschäftsordnung:

„§24 Persönliche Erwiderungen und persönliche Erklärungen

(2) Persönliche Erklärungen außerhalb der Tagesordnung sind vor Eintritt in die Tagesordnung oder vor Schluss der Sitzung zugelassen. Sie sind der oder dem Vorsitzenden rechtzeitig vorher mitzuteilen und dürfen die abgeschlossene Beratung von Verhandlungsgegenständen in der Sache nicht erneut aufgreifen.“

Wie es weiter geht, ihr werdet es hier erfahren …