Beitritt zur Forstbetriebsgemeinschaft Rhein-Main

Es ist geschafft: Unserem Antrag vom 25. Januar 2018 (!) wurde nun äußerst kanpp (11:10) am Freitag zugestimmt. Nachdem die FBG ihr Konzept, ihre Kosten und Erträge sowie ihre Partner vorgestellt hat, konnte man sich zu einem Wechsel durchringen.

Die Gemeinde Trebur kündigt also den Vertrag mit HessenForst zum 31.12.2021 und tritt der Forstbetriebsgemeinschaft Rhein-Main (FBG) bei. Die wesentlichen Ziele der FBG passen sehr gut in die heutige Zeit: Der Wald soll nachhaltig und ökologisch bewirtschaftet werden. Erträge werden nicht durch Holzverkauf, sondern in Form von Ökopunkten generiert. Das ist ein großer Schritt, denn die Gemeinde Trebur verfügt über große Waldflächen.

In Zeiten von Klimawandel und Erderwärmung ist dies ein Zeichen des Umdenkens, weg von finanziellen Interessen hin zu naturnahen Maßnahmen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der FBG!

Weitere Informationen zur FBG: https://www.fbg-rhein-main.de/

Hier nochmal unser Antrag aus dem Januar 2018.

Gedenkstunde zum Kornsandverbrechen

Letzten Donnerstag war erneut der Jahres- und Gedenktag zu dem Kornsandverbrechen. Anwesend waren neben meheren Dutzend Bürgerinnen und Bürgern Lokalpolitiker aller Treburer Fraktionen.

Die erste Rede des engagierten Pfarrers Ullrich rief insbesondere dazu auf, sich mit der Verantwortung in der Gegenwart zu befassen.

Der nächste Redner erwies sich als Fachmann mit Detailkenntnissen des nachrecherchierten Verbrechens und rief dazu auf, die Vergangenheit nicht zu vergessen.

Ein Gedenken, das sicherlich auch im nächsten Jahr wieder stattfindet und daher ein Danke an Alle, die diese Gedenkfeier ermöglichten.

Prunksitzung in Astem am Samstag

Ein gelungener Abend war die Prunksitzung in der Jakob-Roos Halle in Astem. Der Einstieg des ersten Büddenredners mit seinem aussergewöhnlichen Tier, dem „Met-Igel“ folgte schon bald die Rede der zwei Protokollanten.
Verschiedene Themen wurden treffsicher vorgetragen. Natürlich zählte das fehlende Lebensmittelgeschäft dazu, aber auch der selbstkritische Hinweis zum Schluß „trifft man sich wieder beim Globus an de Kass“. Vielleicht wird mit dem Neubau an der Astemer Kirche ein neuer Anlauf genommen.
Weniger treffsicher thematisiert war die fehlgeschlagene Zusammenlegung der Betriebshöfe Nauem und Trewwer. Eine Zusammenlegung ist nicht selbstverständlich billiger.
Was auf der Bühne geleistet wurde, war zeitweise unfassbar. Tänzerische Vorstellungen von verschiedenen Gruppen waren schon sportlich-athletisch. Vorträge von den Entertainern brachten den vollbesetzten Saal zum Überkochen.
Was beispielsweise die beiden Frankfurter Herzbuben für Stimmung machten, überraschte die beiden selber. Da hat das Mitklatschen und Mitsingen richtig Spaß gemacht. Da war auch der eine oder andere nicht ganz so gute Vortrag zu verschmerzen.
Ein weiterer Vortragender ging an Grenzen, die wahrscheinlich bei dem Einen oder Anderen die Frage hinterlassen hat, wie weit man bei de Fassenacht insbesondere beim „Kirchlichen“ gehen kann.

Ein Blick in die Runde ergänzte den überragenden Eindruck. Alle kostümiert, es hat sich keiner lumpen lassen. Sehr schön, dass auch junge Menschen an der Prunksitzung teil nahmen und voll mitmachten. Die nächste Kampagne scheint gesichert.
Auch unser neu gewählter Bürgermeister war da und hat bis zum Schluss „mitgehalten“ und gab damit einen guten „närrischen“ Einstand. Auch an dieser Stelle an ihn: Alles Gute.

Nach der Pause gab´s weitere abwechslungsreiche Einsätze. Das Komitee hat auch da gute Arbeit geleistet. Die ausgewählte Reihenfolge ergab eine unterhaltsame Kurzweiligkeit und so war der gelungene Abend gegen halb eins beendet.

Mehr Bäume am Schwarzbach

Am vergangenen Samstag hat Jochen Engel zu einer Baumpflanzaktion im gerodeten Gebiet am Schwarzbach hinter der Laurentiuskirche eingeladen. Unser Gemeindevorstandsmitglied hat ebenfalls Hand angelegt und einen Baum gepflanzt.

Eine gute Aktion, die wir gerne personell noch stärker unterstützt hätten, wären nicht die üblichen Terminkonflikte :-/

Wir hoffen nun, dass möglichst viele Bäume möglichst schnell das Rodungsgebiet wieder nach Wald aussehen lassen und bedanken uns beim Initiator dieser Aktion für die gute Idee.

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Öffentliche Fraktionssitzung

Auf der öffentlichen Fraktionssitzung der GLT durften wir etwa 25 Menschen begrüßen, darunter auch Parlamentsmitstreiter aus den Reihen der SPD und der FW.

Besprochen wurden vor Allem die Themen Spielplätze und Verfüllung, im Anschluss an die offizielle Sitzung wurden noch einige bilaterale Gespräche geführt.

Hier zwei Presseartikel zu unserer Sitzung:
https://www.main-spitze.de/lokales/kreis-gross-gerau/trebur/glt-spd-und-freie-wahler-arbeiten-in-trebur-zusammen_19141311
http://www.ruesselsheimer-echo.de/lokales/ruesselsheim/Sanierung-der-Spielplaetze-Buerger-und-Fraktionen-kritisieren-Untaetigkeit-der-Verwaltung;art57641,3145915

Biodiversität auf Treburs Flächen

Mehr Vielfalt bald auch in Trebur

Biodiversität hält Einzug, Antrag mit breiter Mehrheit angenommen

Endlich ist es auch in Trebur angekommen: Wir können nicht so weiter machen wie bisher, die Insekten werden immer weniger und auch die Artenvielfalt bei den Pflanzen hat in den vergangen Jahren schwer gelitten. Dank einer Initiative von Hülya Tiril-Müller von den Freien Wählern, mit der sie auch das Thema des diesjährigen Neujahrsempfangs der GLT aufgriff, war das ganze endlich auch Thema in der Treburer Gemeindevertretung. Beim Neujahrsempfang hatte NABU-Vorstandsmitglied Ingmar Stelzig unter Anderem über das Insektensterben und Möglichkeiten des Entgegenwirkens vorgetragen. Die GLT steht zu 100% hinter dem Antrag und begrüßt die Inititive sehr.
„Wir hätten so einen Antrag auch gern selbst gebracht, doch leider sieht sich die CDU nicht im Stande Anträgen zuzustimmen auf denen GLT steht. Deshalb war es so schon besser“, erklärt GLT-Fraktionsvorsitzende Sonja Mars. Doch fast wäre die Initiative trotzdem an den üblichen Bedenkenträgern gescheitert. Vor allem die CDU wollte eine klare Kosteneinschätzung und -beschränkung und vor jedem Saatkorn einen erneuten Beschluss der Gemeindevertretung. Damit wäre die Arbeit einer Projektgruppe von vorneherein massiv eingeengt worden. „Da macht es schon fast keinen Sinn mehr, dass man überhaupt anfängt zu arbeiten“, schimpft Andreas Mars.

Einziger Lichtblick in einer unsäglichen Diskussion im Ausschuss war Treburs neue Umweltberaterin Anne Koszela. Extrem gut vorbereitet und äußerst kompetent erläuterte sie der CDU, dass eine Kostenschätzung derzeit noch schwierig sei und dass man sicherlich nicht auf einmal alle gemeindeeigenen Flächen umgestalten werde.

Auch der FDP ist diese Art von Umgestaltung viel zu teuer (eine Anmerkung hier: In Riedstadt ist ein solches Projekt bereits umgesetzt und es spart dort Geld anstatt neue Kosten zu verursachen). Stephan Dehler möchte lieber einigen Unternehmen im Astheimer Gewerbegebiet die Erschließungskosten ersparen (das wären Einnahmeverluste im mittleren fünfstelligen Bereich), wie er das wieder ausgleichen will, blieb unklar.

Ein wichtiges Argument von CDU und Bürgermeister Sittmann gegen Blühwiesen beispielsweise an den Ortseingägnen: „Die müssen ordentlich sein.“ An dieser Stelle wollen wir kurz ein aktuelles Bild vom Geinsheimer Ortseingang aus Richtung Trebur kommend zeigen. Wir denken, viel mehr müssen wir zu diesem „ordentlichen Ortseingang“, den wir insbesondere der CDU zu verdanken haben, nicht sagen.

Wir freuen uns jedenfalls auf viele bunte, naturnahe Wiesen!

Eure GLT!

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Blick aus Trebur Richtung Geinsheim, (c) Andreas Mars

Gemeindevertretung vom 16. März 2018

Effizientes Arbeiten – jetzt auch im Treburer Gemeindeparlament

Bereits zum zweiten Mal gab es in der Sitzung der Gemeindevertretung am vergangenen Freitag (16. März 2018) eine Tagesordnung, die in Teile A und B gesplittet war. Unter Teil A werden alle Punkte zusammen gefasst, zu denen es keinen Diskussionsbedarf mehr gibt oder die in den Ausschüssen weitgehend einstimmig abgestimmt worden waren. Teil A wird dann en bloc angestimmt. Das spart unglaublich viel Zeit. Die GLT drängte auf die Einführung dieses Systems (das übrigens schon sehr lange in der Geschäftsordnung so verankert ist) bereits zu Beginn der Legislaturperiode. “Nun sind wir endlich einen Schritt weiter”, findet Fraktionsvorsitzende Sonja Mars. Am Freitag konnten 6 Tagespunkte zusammengefasst werden und nur noch 8 Punkte musste einzeln diskutiert und abgestimmt werden, so dass die Sitzung nach weniger als 90 Minuten beendet war.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:
Die Gemeinde Trebur tritt mit überwältigender Mehrheit der Hessenkasse bei, für das Schwimmbad wird ein Schwimmbeckensauger angemietet und nicht gekauft und die Bürgermeisterdirektwahl findet am 27. Januar 2019 statt. Ein Grundstücksverkauf in Astheim muss erneut vertagt werden, da noch zu prüfen ist, ob ein CDU-Änderungsantrag über die Verwendung des Verkaufserlöses rechtlich in Ordnung ist.
Ein heißes Thema ist die Änderung des Bebauungsplans Nord-Ost. Nachdem im Ausschuss verschiedene Fragen nicht zu unserer Zufriedenheit beantwortet werden konnte, herrschte noch immer eine große Unsicherheit über die Tatsachen zu diesem Thema. Deshalb wurde dieser Tagesordnungspunkt noch einmal komplett in den Ausschuss verschoben. Die Gemeindevertreter hoffen dort nun alle Antworten zum tatsächlichen Sachstand zu bekommen. Konkret geht es um einige Grundstücke in der Eichenstraße, die im Bebauungsplan eine geringere zulässige Geschossflächenzahl und Grundflächenzahl ausgewiesen haben, als die Grundstücke in der direkten Nachbarschaft. Der alte B-Plan soll nun auf Bestreben und auf Kosten eines Anwohners so geändert werden, damit dieser Anwohner sein neu erbautes Haus auch voll nutzen kann. Nach derzeitigem Sachstand dürfte er sein ausgebautes Dachgeschoss nicht als Wohnraum nutzen. Warum das Gebäude in dieser Form eine Baugenehmigung bekommen hat und welches Bauamt hier geschlafen hat, ist unklar.
Mit knapper Mehrheit konnte ein Treburianischer Sonderweg bei Stellenbesetzungen abgeschafft werden. Seit einiger Zeit musste über jede neu auszuschreibende Stelle in der Gemeindevertretung diskutiert und beschlossen werden. Dank eines GLT-Antrages ist diese Wiederbesetzungssperre nun Geschichte. “Die Gemeindevertretung kann und soll den Stellenplan beeinflussen, das ist ausreichend. Wir müssen nicht bei jeder Gelegenheit einzelne Scheibchen der Verwaltung kaputt diskutieren”, erklärt Andi Mars. Nach hitzigen Diskussionen ging der GLT-Antrag mit 12 Ja-, 10 Neinstimmen und 4 Enthaltungen gerade so durch.