Öffentliche Fraktionssitzung

Auf der öffentlichen Fraktionssitzung der GLT durften wir etwa 25 Menschen begrüßen, darunter auch Parlamentsmitstreiter aus den Reihen der SPD und der FW.

Besprochen wurden vor Allem die Themen Spielplätze und Verfüllung, im Anschluss an die offizielle Sitzung wurden noch einige bilaterale Gespräche geführt.

Hier zwei Presseartikel zu unserer Sitzung:
https://www.main-spitze.de/lokales/kreis-gross-gerau/trebur/glt-spd-und-freie-wahler-arbeiten-in-trebur-zusammen_19141311
http://www.ruesselsheimer-echo.de/lokales/ruesselsheim/Sanierung-der-Spielplaetze-Buerger-und-Fraktionen-kritisieren-Untaetigkeit-der-Verwaltung;art57641,3145915

Öffentliche Fraktionssitzung am 23. Oktober

Die Grüne Liste Trebur lädt zur öffentlichen Fraktionssitzung am Dienstag, den 23. Oktober um 20 Uhr ins Eigenheim in den Fritz-Treber-Saal ein. Neben aktuellen Themen wird es auch um einen Antrag zum Stopp der Wiederverfüllung gehen. Zudem stehen die Spielplätze der Großgemeinde auf der Tagesordnung. Interessierte Bürger sind willkommen.

Eine kurze Randnotiz: Es stört nicht, wenn neben Getränken auch Speisen von der Karte des Eigenheims bestellt werden.

Selbst verschuldet

Ein banales „Wir haben es Euch ja gesagt“ möchten wir an dieser Stelle jetzt gar nicht bringen. Viel zu traurig macht uns die derzeitige Verkehrssituation in der Großgemeinde. Dank Logistiker und Wiederverfüllung hat der Schwerlastverkehr dramatisch zugenommen. Das Groß-Gerauer Echo widmete der Problematik nun sogar eine ganze Seite in der Wochenendausgabe.

Viel können wir im Moment nicht tun, eine oder gar zwei Ortsumgehungen fallen nicht einfach so vom Himmel, der Verkehr ist da und so wie es aussieht müssen wir damit leben. Das einzige was wir akut tun können, ist den überflüssigen Verkehr, der durch die Verfüllung der Kiesseen derzeit entsteht, zu stoppen. Die GLT hat deshalb schon vorletzte Woche einen Antrag zum sofortigen Stopp der Verfüllung eingereicht. „Wenigstens einen Teil der Kieslaster können wir so verhindern“, führt GLT-Mitglied Andreas Mars aus. Der komplette Antrag findet sich im Post von heute Mittag.

Die Fraktionen der GLT aus dieser und der letzten Legislaturperiode betonen an dieser Stelle noch einmal, dass wir von vorne herein gegen den Logistiker in Geinsheim waren. Auch wenn es sich um ein privates Grundstücksgeschäft gehandelt hat, hatte es die Gemeindevertretung dennoch in der Hand. Die Änderung des Bebauungsplans hätte einfach abgelehnt werden müssen, ohne die Erlaubnis für so große Hallen hätte es auch keinen Logistiker gegeben.

„Das wird auch nicht schlimmer als zu Zeiten von Mitsubishi“ hatte vor allem die CDU noch bis vor einem Jahr getönt. Jetzt hört man solche Äußerungen nicht mehr. Jetzt zeigen sich alle betroffen von der aktuellen Situation. Mit etwas mehr Weitblick und weniger Sorge um den Geldbeutel der Gemeinde Trebur hätte die derzeitige Situation verhindert werden können.

„Leider gibt es zu viele Gemeindevertreter, denen bei solchen Angeboten schon die Euro-Zeichen in den Augen stehen“, resümert Fraktionsivorsitzende Sonja Mars. Sie erinnert sich an eine Sitzung, zu der Bürgermeister Sittmann und die Wirtschaftsberatung Trebur die Fraktionsvorsitzenden im Juni 2017 eingeladen hatten, es ging um einen Investor für das Gewerbegebiet Rußloch in Trebur. Und wen durften wir da am Besprechungstisch des Bürgermeisters sitzen sehen? Herrn Bischoff, genau der Investor, dem wir den ganzen Schlamassel in Geinsheim verdanken. Doch anstatt ihn einfach aus dem Rathaus zu jagen, hörten sich die Fraktionen die Pläne über 14,5 Meter hohe und 40 000 Quadratmeter große Hallen an – wieder einmal standen vielen die Euro-Zeichen in den Augen. In solchen Momenten fragt man sich schon, in welcher Paralleldimension sich die Anwesenden befinden, wenn sie die Hallen einfach mit einem hübschen Anstrich versehen wollen, damit sie nicht mehr so auffallen und glauben damit alle Probleme zu lösen…

Biodiversität auf Treburs Flächen

Mehr Vielfalt bald auch in Trebur

Biodiversität hält Einzug, Antrag mit breiter Mehrheit angenommen

Endlich ist es auch in Trebur angekommen: Wir können nicht so weiter machen wie bisher, die Insekten werden immer weniger und auch die Artenvielfalt bei den Pflanzen hat in den vergangen Jahren schwer gelitten. Dank einer Initiative von Hülya Tiril-Müller von den Freien Wählern, mit der sie auch das Thema des diesjährigen Neujahrsempfangs der GLT aufgriff, war das ganze endlich auch Thema in der Treburer Gemeindevertretung. Beim Neujahrsempfang hatte NABU-Vorstandsmitglied Ingmar Stelzig unter Anderem über das Insektensterben und Möglichkeiten des Entgegenwirkens vorgetragen. Die GLT steht zu 100% hinter dem Antrag und begrüßt die Inititive sehr.
„Wir hätten so einen Antrag auch gern selbst gebracht, doch leider sieht sich die CDU nicht im Stande Anträgen zuzustimmen auf denen GLT steht. Deshalb war es so schon besser“, erklärt GLT-Fraktionsvorsitzende Sonja Mars. Doch fast wäre die Initiative trotzdem an den üblichen Bedenkenträgern gescheitert. Vor allem die CDU wollte eine klare Kosteneinschätzung und -beschränkung und vor jedem Saatkorn einen erneuten Beschluss der Gemeindevertretung. Damit wäre die Arbeit einer Projektgruppe von vorneherein massiv eingeengt worden. „Da macht es schon fast keinen Sinn mehr, dass man überhaupt anfängt zu arbeiten“, schimpft Andreas Mars.

Einziger Lichtblick in einer unsäglichen Diskussion im Ausschuss war Treburs neue Umweltberaterin Anne Koszela. Extrem gut vorbereitet und äußerst kompetent erläuterte sie der CDU, dass eine Kostenschätzung derzeit noch schwierig sei und dass man sicherlich nicht auf einmal alle gemeindeeigenen Flächen umgestalten werde.

Auch der FDP ist diese Art von Umgestaltung viel zu teuer (eine Anmerkung hier: In Riedstadt ist ein solches Projekt bereits umgesetzt und es spart dort Geld anstatt neue Kosten zu verursachen). Stephan Dehler möchte lieber einigen Unternehmen im Astheimer Gewerbegebiet die Erschließungskosten ersparen (das wären Einnahmeverluste im mittleren fünfstelligen Bereich), wie er das wieder ausgleichen will, blieb unklar.

Ein wichtiges Argument von CDU und Bürgermeister Sittmann gegen Blühwiesen beispielsweise an den Ortseingägnen: „Die müssen ordentlich sein.“ An dieser Stelle wollen wir kurz ein aktuelles Bild vom Geinsheimer Ortseingang aus Richtung Trebur kommend zeigen. Wir denken, viel mehr müssen wir zu diesem „ordentlichen Ortseingang“, den wir insbesondere der CDU zu verdanken haben, nicht sagen.

Wir freuen uns jedenfalls auf viele bunte, naturnahe Wiesen!

Eure GLT!

Logistik.png
Blick aus Trebur Richtung Geinsheim, (c) Andreas Mars

Neueste Anträge

Die GLT-Fraktion hat zwei neue Anträge eingereicht.

Zum Einen soll ein(e) Antikorruptionsbeauftrage(r) bestellt werden. Hier geht es ganz wesentlich darum, in sensiblen Bereichen (z.B. Bauleitplanungen, Beschaffungen, Vergabe, Geschenkannahme) Transparenz herzustellen, professionelle Beratung bzw. Hilfestellung zu geben und nicht zuletzt auch das Personal zu schützen.

Zum Anderen soll beschlossen werden, dass für den Rest dieser Legislaturperiode die Steigerung der Gebühren im Bereich der Kindertagesstätten auf die Inflationsrate begrenzt ist. Nachdem nun eine gewisse Entlastung zum 1. August wirksam wurde, geht es nun darum, den Familien auch zukünftig eine Planung zu ermöglichen.

Antrag Antikorruptionsbeauftragte(r)

Antrag KiTa-Gebühren